August 2008 - In nahezu allen Industriebereichen von der
Nahrungsmittelindustrie über die chemisch pharmazeutische Industrie bis in den
Bereich der Umwelttechnik werden zur Aufkonzentrierung der unterschiedlichsten
Produkte Eindampfanlagen eingesetzt.
Die Gründe hierfür liegen in den Vorteilen der Stofftrennung durch
Verdampfung.
Nach den Gesetzen der Physik muss zur Verdampfung von einem
Kilo Lösungsmittel ein Kilo Heizdampf eingesetzt werden. Diese Tatsache macht
vor allem in Zeiten steigender Energiepreise eine Eindampfanlage
betriebswirtschaftlich zunächst nicht interessant.
Die GEA Wiegand Ingenieure haben sich dieser Herausforderung seit
Jahrzehnten gestellt und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen. Drei
Beispiele aus jüngster Zeit sollen das verdeutlichen.
In Deutschland wurde eine zweistufige Eindampfanlage mit mechanischer
Brüdenverdichtung für eine Leistung von 150 to/h installiert. Durch die
energieoptimierte Auslegung der Verdichter wird hier eine jährliche Einsparung
von annähernd 5600 MW erzielt.
Durch den Umbau einer fünfstufigen Eindampfanlage in Indonesien von
thermischer auf mechanische Brüdenverdichtung werden über 34.000 MW eingespart.
Das größte Potential ergibt sich wenn - wie in Holland realisiert- eine
Anlage mit Trocknerbrüden beheizt und mit einem mechanischen Brüdenverdichter
ausgerüstet wird. Bei einer Verdampfleistung von 24 to/h lässt sich der
Energiebedarf um 42.600 MW reduzieren. Rechnet man diese Werte auf CO2
Äquivalente um, so bedeutet dies eine Reduzierung von bis zu 11.000 Tonnen im
Jahr, womit ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird.