2009-07 Beim Fallstromverdampfer strömen Flüssigkeit und Brüden im Gleichstrom nach unten. Die zu konzentrierende und auf Siedetemperatur vorgewärmte Flüssigkeit gelangt über eine Verteilereinrichtung im Kopf des Verdampfkörpers als gleichmäßiger dünner Film in die Heizrohre, strömt siedend abwärts und verdampft dabei teilweise: Die zunächst durch die Schwerkraft erzeugte Abwärtsbewegung wird nun zunehmend durch die Schubwirkung der entstehenden Brüden unterstützt, welche ebenfalls nach unten strömen.

Beim Fallstromverdampfer spielt die Bedeckung - also die ausreichende Benetzung der Heizfläche mit Flüssigkeit - eine entscheidende Rolle für einen störungsfreien Betrieb. Neben den Rohrabmessungen ist daher auch die Auswahl der geeigneten Verteilereinrichtung für eine vollständige Bedeckung von großer Bedeutung. Durch den kleinen Flüssigkeitsinhalt und die hohe Strömungsgeschwindigkeit in den Heizrohren ergeben sich sehr kurze Verweilzeiten des Produktes. Deshalb können temperaturempfindliche Produkte äußerst schonend eingedampft werden. Das Konzentrat wird an der Unterseite des Verdampfers entnommen. Eventuell mitgerissene Flüssigkeitstropfen werden im Zentrifugalabscheider von den Brüden getrennt.

Die besonderen Eigenschaften des Fallstromverdampfers gewährleisten außerdem ein rasches Anfahren und problemloses Umschalten von Betrieb auf Reinigung oder einen einfachen Wechsel auf andere Produkte.