April - 2002. Das Konzentrieren von Flüssigkeiten mit Eindampfanlagen ist mit erheblichem Energieaufwand verbunden. Eine der Hauptaufgaben bei der Auslegung dieser Anlagen besteht darin, den Energieverbrauch zu minimieren und damit die Wirtschaftlichkeit zu optimieren. Eine besonders gute Gelegenheit bietet sich hier in der Nutzung von Abwärme peripherer Anlagen. GEA Wiegand Ingenieure haben bei der Firma CARGILL, Polen, eine Eindampfanlage für Weizenstärkeabwasser in Betrieb genommen, deren Besonderheit in der Kombination mit einem Trockner der ebenfalls zum GEA Konzern gehörenden Firma Barr-Rosin liegt.

Entwässerte Fasern und vorkonzentriertes Abwasser werden zunächst miteinander vermischt und dann einem mit Gas direkt-beheizten Ringtrockner zugeführt. Die Zirkulation der heißen Abgase im Trockner selbst ermöglicht die Erzeugung eines Abdampfstromes mit geringem Volumen bzw. Luftanteil und mit hoher Feuchtigkeit bei gleichzeitiger Minimierung der Primärenergie.

Der Trocknerabdampf mit einem Taupunkt von ca. 83 °C dient zur Beheizung des neuen Abwasserverdampfers, wobei der größte Teil des enthaltenen Wasserdampfes kondensiert wird.
Die Energie des Systems wird damit zweimal genutzt.

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